Als ehemaliger Gerichtsreporter habe ich oft erlebt, wie Konflikte vor Gericht enden: Es gibt ein Urteil – aber selten Frieden. Beziehungen sind zerrüttet, Geld wurde für Anwälte ausgegeben, und am Ende fragen sich alle Beteiligten, ob ein Gespräch nicht besser gewesen wäre.

Genau hier setzt das Schiedsamt an. Ich habe mich Ende 2016 bewusst für dieses Ehrenamt entschieden, weil ich es für eine sinnvolle Institution halte: Streitigkeiten außergerichtlich, fair und unbürokratisch zu lösen. Oft reicht es schon, wenn eine neutrale Person vermittelt – und genau diese Rolle übernehme ich gern.
Für mich geht es nicht um Paragraphenreiterei, sondern um Zuhören, Empathie und gesunden Menschenverstand. Ich möchte helfen, dass Menschen wieder miteinander reden, anstatt sich in langwierigen Prozessen zu verlieren. Dass ich damit manchmal sogar echten Frieden stifte, ist für mich der schönste Lohn.
Damals, 2017, war ich der jüngste Schiedsmann in Dortmund. Für mich ist das Schiedsamt eines der spannendsten und am wenigsten bekannten Ehrenämter überhaupt. Das wollte ich ändern. Deshalb habe ich mich auch im BDS, im Bund Deutscher Schiedsleute, engagiert und war eine ganze Weile Ansprechpartner für die Öffentlichkeit. Heute konzentriere ich mich mehr auf das Schiedsamt selbst.

In zahlreichen Lehrgängen habe ich mich im Bereich Mediation, Nachbarrecht, Zivilrecht und Strafrecht mit dem nötigen Rüstzeug versorgt, um mein Ehrenamt im Sinne der Menschen, die zu mir kommen, bestmöglich auszuüben.






Grundlage für meine Tätigkeit ist das Schiedsamtsgesetz NRW.
